So sichern Sie sich günstige Bauzinsen für die Zukunft

Hausbau: Die Bauzinsen könnten ab 2019 wieder steigen

Noch sind die Angebote der Banken supergünstig: Wer sich eine Wohnung kauft, ein Haus baut oder seinen Baukredit verlängern will, bekommt immer noch Hypothekendarlehen für um die ein bis zwei Prozent Zinsen. 2008, zu Beginn der Finanzkrise, lagen die Hypothekenzinsen noch bei rund fünf Prozent 按揭計算機, in den Neunzigerjahren sogar schon einmal bei mehr als neun Prozent. Doch bald könnten die paradiesischen Zeiten für Bankkunden, die Baugeld brauchen, vorbei sein.

Die amerikanische Notenbank hat den Leitzins erhöht und bis Ende 2018 zwei weitere Zinsschritte angekündigt. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinswende eingeleitet. Experten aus der Immobilienwirtschaft rechnen deshalb im nächsten Jahr mit leicht steigenden Hypothekenzinsen, wie eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Vermittlungsplattform Immobilienscout zeigt. Wer in ein, zwei Jahren seinen Baukredit verlängern muss, kann sich aber schon jetzt die niedrigen Zinsen mit einem Vorratsdarlehen (im Fachjargon: Forward-Darlehen) sichern. Wie das geht, was dabei zu beachten ist – die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was bedeutet die Politik der EZB für die Baugeldzinsen?

Die Zinsen von Hypothekendarlehen in Deutschland orientieren sich vor allem an der Verzinsung von Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit, also den Wertpapieren, mit denen sich der Bund von Anlegern Geld leiht. Nun will die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihekäufe Ende 2018 beenden. Bleibt es dabei, dürften die Zinsen dieser Papiere zulegen. Steigen aber die Zinsen am Kapitalmarkt, erhöhen sich normalerweise auch die Zinsen für Baugeld. Immobilienkredite könnten dadurch teurer werden, zumal die Notenbank außerdem vom Sommer 2019 an ihre Nullzinspolitik beenden und die Leitzinsen wieder erhöhen will. Ein rasanter Anstieg der Bauzinsen gilt aber als eher unwahrscheinlich. Die Mehrheit der befragten Immobilienexperten rechnet für 2019 mit einer Erhöhung von durchschnittlich 0,5 Prozentpunkten.

Welche Vorteile haben Forward-Darlehen?

Die Vorratsdarlehen sind wie eine Versicherung gegen steigende Zinsen. Die Kreditnehmer sichern sich ein Baudarlehen, das sie erst später benötigen. Die aktuell historisch niedrigen Zinsen lassen sich so für die Zukunft festschreiben, wenn das Zinsniveau und damit die Kosten für den Kredit womöglich wieder gestiegen sind. Geldexperte Horst Biallo, Gründer des gleichnamigen Internetportals Biallo.de, rechnet vor: Erhöhen sich die Zinsen von zum Beispiel 1,5 auf 3,5 Prozent verteuert dies einen 150 000 Euro schweren Kredit um etwa 250 Euro im Monat. Binnen zehn Jahren kostet dies 30 000 Euro mehr an Zinsen. “Selbst bei einem kleineren Zinsanstieg können Kreditnehmer mit einem Forward-Darlehen noch locker Tausende Euro sparen”, sagt Biallo.

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